Da waren also zwei kleine deutsche Mädchen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, wenn sie schonmal in Kirgistan sind, ganz viele Sachen, die man da erleben kann, auf einmal zu tun. So fuhren sie eines schönen Freitags im September an den Issyk Kul, badeten im “warm-ist-was-anderes”-temperierten Wasser, und fuhren eine halbe Stunde lang in die Berge, wo sie zwei Nächte bei Mayram auf deren “Bauernhof” verbrachten. In den Bergen war es so kalt, dass man sich schon atmen sehen konnte. Strom und fließend Wasser gab es nicht, aber dafür einen glasklaren Gletscherfluss, aus dem man trinken und sich waschen konnte. Nunja, und weil diese beiden Mädchen schließlich auch vor ihren Freunden zu Hause angeben wollten, nahmen sie sich vor, einen gaaanz hohen Berg zu erklimmen.
So trug es sich also zu, dass Frau Schröder und Frau Vogel, in einem kirgisischen Bauernhäuschen und inmitten der schönsten freien Natur untergebracht, zusammen mit Artjom, ihrem russischen Guide, sich aufmachten, von den ohnehin schon hohen 3800 auf stolze 4500m zu steigen. Nach zwei Stunden waren sie oben. Durch den tiefen Schnee und die Anstrengung klatschenass geworden, stellten sie fest: “Der Ausblick ist der HAMMER – aber wenn wir vor Einbruch der Dunkelheit wieder unten sein wollen, müssen wir wohl umkehren” – und nach weiteren zweieinhalb Stunden, einigen Ausrutschern auf den Hosenboden, Kopfschmerzen durch die Höhenveränderung und ganz dollem Hunger haben sie es tatsächlich geschafft: Der Berg war besiegt (und sie selber natürlich auch) – und das Resultat dieses Ausfluges können nun ihre ganzen Freunde hinter den sieben Bergen aus den 16 Bundesländern mit Freuden bestaunen – oder so ähnlich.Kurzum: Für uns beide war dieses Wochenende ein Ausflug, den wir lange in Erinnerung behalten werden!
4500m, Baby!
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Wow, das sieht ja traumhaft aus