Unser erster “Kurztrip” fand direkt vier Tage nach unserer Ankunft in Bishkek statt – wir fuhren zu der wohl berühmtesten Sehenswürdigkeit Kirgistans: dem Yssyk-Kul, nach dem Titticaca-See der zweitgrößte Gebirgssee der Welt. Umringt von Bergen, auf deren Gipfeln im Sommer noch Schnee liegt, kann man in Wasser baden, das so sauber ist, dass man seine Füße noch sehen kann obwohl einem das Wasser bis zum Halse steht. Nachdem wir die letzten zwei Wochen vor Abflug in Deutschland so überaus fleißig waren, haben wir uns gedacht, wir gönnen uns mal eine kleine Erholung: So kann man es (sogar mit Christina
) schaffen, zwei ganze Tage am Strand zu liegen und nichts zu tun, außer ab und an “Njet” zu sagen, wenn Einheimische kommen, die getrockneten Fisch, kaltes Bier oder heißen Mais verkaufen wollen oder einen Ritt auf einem Kamel anbieten.
Ganz untätig waren wir dennoch nicht: Am Samstag machten wir uns auf große “Touristen-Tour”, und fuhren mit einem Haufen russischer Touris und einem Kirgisischen Reiseleiter in feierlicher Adidas-Montur nach Karakol und in die Berge, aßen in einer Jurte zu Mittag, besichtigten ein Museum und zwei Kirchen, und ritten schließlich auf Pferden durch unwegsames Gelände zu einem Wasserfall – freilich, nachdem wir einen Falken fangen und dressieren konnten.

Nach einer unendlich langen Heimfahrt (nette Magenprobleme mit eingeschlossen), fanden wir uns am Sonntagabend wieder in Bishkek ein, denn am Montag ging ja schließlich der Urlaub weiter.. .äh… die Uni los.
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